Ein Knochenleitungsimplantat ist für Personen geeignet, die an Schallleitungs- und kombiniertem Hörverlust oder an einseitiger Taubheit leiden. Da bei dem Knochenleitungsimplantat der Schall mittels Knochenleitung zum Innenohr übertragen wird, werden Probleme im Außen- oder Mittelohr umgangen.
Das weltweit erste aktive Knochenleitungsimplantat ist die Bonebridge. Sie ist ein teilimplantierbares Hörsystem, bei dem das Implantat vollständig unter der Haut liegt. Die Signale erhält das Implantat von einem komfortabel zu tragenden Audioprozessor.

Interne Komponente

  • Implantat
    Das Knochenleitungsimplantat (BCI Bone Conduction Implant) wird vollständig unter der intakten Haut platziert und enthält einen Magneten, mit dessen Hilfe der Audioprozessor über dem Implantat gehalten wird.

Externe Komponente

  • Audioprozessor
    Der Audioprozessor wird durch Magnetkraft am Kopf gehalten und kann diskret und komfortabel unter dem Haar getragen werden. Er enthält die Batterie und die Mikrofone und verfügt über eine vollständig digitale Signalverarbeitung.

Wie funktioniert ein Knochenleitungsimplantat?

BONEBRIDGE

Das Knochenleitungs-Implantatsystem überträgt Schall als Schwingungen auf den Knochen hinter dem Ohr. Diese Schwingungen werden vom Knochen zum Innenohr geleitet. So werden Komplikationen im Außen- und Mittelohrbereich, die den natürlichen Weg des Schalls behindern, umgangen.

  1. Der Audioprozessor, der durch einen Magneten am Implantat gehalten wird, nimmt den Schall auf und wandelt diesen in Signale um, die er dann durch die Haut an das Implantat weitergibt.
  2. Das Implantat ist im Felsenbein verankert und wandelt die empfangenen Signale in mechanische Schwingungen um, die an den umgebenden Knochen weitergeleitet werden.
  3. Der Knochen leitet diese Schwingungen an das Innenohr weiter, wo sie ähnlich dem Vorgang des natürlichen Hörens als Impulse an den Hörnerv weitergegeben werden.
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